Tings

Der Beauty-Filter Wahn auf Social Media

(Blog­bei­trag Tings)

Volle Lippen, dazu eine perfekte Nase, die Haut ist falten­frei und weich wie ein Baby­popo. Was?! Du siehst nicht so aus??? Kein Problem: Ein Klick auf den gewünsch­ten Beauty-Filter und all deine vermeint­li­chen «Problem­zo­nen» im Gesicht sind wegre­tu­schiert. Likes, viele Follower und bewun­dernde Kommen­tare sind eine Bestä­ti­gung für das angeb­lich perfekte Aussehen.

Schau dir hier an, was alles mach­bar ist.

Beauty-Filter «TOP MODEL LOOK» von Instagram

Supermodel-Look auf Knopfdruck

Der Beauty-Filter «TOP MODEL LOOK II» von Insta­gram lässt meine von Natur aus blauen Augen noch heller und grös­ser wirken. Meine Wangen­kno­chen sind stär­ker betont und meine Haut schim­mert, als ob ich gerade aus den Ferien zurück­ge­kom­men bin. Ein Pickel suche ich verge­bens und sogar meine Mutter­male sind dem Filter nicht schön genug.

Filter vs. Reality

Sobald der Filter wieder weg von meinem Gesicht ist, fühle ich mich irgend­wie nackt. Ich bin verun­si­chert. Sieht der Filter bei mir wirk­lich so gros­ses Verbesserungspotential?

Platt­for­men wie Insta­gram geht es darum, dass die Nutzer:innen aktiv sind und fleis­sig Stories und Beiträge posten. Damit die User:innen mehr Spass daran haben und der Platt­form treu blei­ben, gibt es Features wie die Filter.

Instagram Face

Mit den Augmen­ted-Reality-Filtern oder auch Face Filtern genannt, können Nutzer:innen bei Insta­gram, TikTok oder Snap­chat ihr Ausse­hen verändern.

Über die Selfie-Kamera erkennt die Tech­no­lo­gie die Gesichts­form. Plötz­lich habt ihr Hunde­oh­ren auf dem Kopf, eine lustige Brille auf der Nase oder ihr seht aus wie eure Gross­el­tern. Auf den ersten Blick mögen AR-Filter eine witzige Funk­tion sein.

Ciao Augenringe

Die AR-Filter werden aber immer realis­ti­scher. Die bunten und lusti­gen Filter verschwin­den lang­sam von den Platt­for­men. Die täuschend echten Beauty-Filter sind belieb­ter bei den User:innen.

Schlecht geschla­fen oder unreine Haut, kein Problem ein Filter drauf und ich sehe gut aus. Wer braucht über­haupt noch Photoshop?

Beauty-Filter TikTok

Vor allem bei Jugend­li­chen und jungen Erwach­se­nen liegen die Schön­heits­fil­ter auf TikTok und Insta­gram im Trend.

Bad influence

Kein Wunder! Vorbil­der der GenZ sind Influencer:innen wie Kylie Jenner. Über 270 Millio­nen Follower hat die 24-jährige auf Instagram. 

Kylie Jenner gilt als Schön­heits­ideal der heuti­gen Zeit. Millio­nen von jungen Frauen eifern ihrem gros­sen Idol nach. Doch dieses Schön­heits­ideal ist surreal und nicht von Mutter Natur erschaf­fen. Kylie sah noch vor ein paar Jahren ganz anders aus.

Bild­quelle: Vip.de

Unters Messer für das «perfekte» Bild

Kylie hat volle Lippen, eine kleine Nase und sieht immer perfekt gestylt aus. Ihre Fans wollen auch so ausse­hen und dafür grei­fen Sie zu den Beauty-Filtern. Dabei ist es doch die Einzig­ar­tig­keit, die uns schön mach. Mit Filtern und OPs sehen wir am Ende alle gleich aus und das ist langweilig.

Trotz all diesen Schön­heits­ein­grif­fen verwen­det Kyle regel­mäs­sig Beauty-Filter auf ihren Insta­gram Bildern. 

Die Folge davon? Mit den Filtern begin­nen die Unsi­cher­hei­ten, unter dem Messer enden sie. Die Lippen kann man schnell bei der Kosme­ti­ke­rin vergrös­sern. Aber auch grosse Eingriffe, wie eine Nasen­ver­schö­ne­rung oder eine Brust­ver­grös­se­rung, werden in Kauf genom­men. Den wenigs­ten ist jedoch bewusst, dass gerade eine Brust-OP zu Depres­sio­nen oder Angst­zu­stän­den führen kann. Jüngst hat Influ­en­ce­rin Raffa von @raffasplasticlife darüber berichtet.

Dazu kann ich nur eines sagen: Ich habe die Nase voll von dem Perfek­ti­ons­druck auf Social Media. 

Diese Verschö­ne­rungs­ef­fekte sind gefähr­lich und vermit­teln ein falsches Schön­heits­ideal. Wir sind auch ohne Filter schön genug!